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Unter den Augen der Öffentlichkeit. Otto Münch – Plastiker, Bildhauer und Stuckateur 

Referat von lic. phil. Thomas Müller, Kantonale Denkmalpflege Zürich, Ressortleiter Dokumentation

Wann: 6. Juni 2017, 18.00 Uhr
Wo: SIK-ISEA, Zollikerstrasse 32 (Nähe Kreuzplatz), CH-8032 Zürich


Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, es ist keine Anmeldung erforderlich.
Im Atelier von Otto Münch (Skulptur Karl der Grosse), um 1935, SIK-ISEA, Schweizerisches Kunstarchiv, HNA 257.9.3
Der aus Sachsen gebürtige, vielseitige Künstler Otto Münch (1885–1965) hat ein umfangreiches Œuvre hinterlassen, das in der Limmatstadt und darüber hinaus allgegenwärtig, aber eher wenig bekannt ist. Während über 50 Jahren entstanden im ehemaligen Atelier von Arnold Böcklin in Zürich-Hottingen herausragende Werke, von denen die Bronzetüren am Zürcher Grossmünster die bedeutendsten sind.

In Zürich fand der junge Künstler ab 1912 rasch Zugang zu aufstrebenden Architekten und konnte eine erfolgreiche, baukünstlerische Tätigkeit entfalten – vom Fassadenschmuck über die Ausstattung von Innenräumen bis zur Gestaltung von Brunnenanlagen und Plastiken im öffentlichen Raum. Münch war ein grosser Könner der ornamentalen Flachskulptur. Dabei orientierte er sich an der Formensprache der Antike, der Renaissance und des Klassizismus und schuf Werke von hoher künstlerischer Qualität.

Das Referat basiert auf Recherchen im schriftlichen Nachlass von Otto Münch im Schweizerischen Kunstarchiv von SIK-ISEA. Bei der Nachforschung ergaben sich spannende Einblicke in die Biografie und in das umfangreiche Werk des Künstlers, der eine stärkere Beachtung verdient hätte.