Virtuelle Vitrine

Nachlass Ernst Stückelberg

Der schriftliche Teilnachlass des Basler Malers Ernst Stückelberg (1831–1903) wird SIK-ISEA in den 1950er und 1980er Jahren übergeben. Der Fonds besteht hauptsächlich aus Briefen und (hand-)schriftlichen Belegen zu Werk und Biographie. Überliefert sind ausserdem Werkfotografien, Einladungskarten und Pressedossiers.

Porträtfotografie von Ernst Stückelberg, undatiert (Fotograf: Camille Ruf)

Brief von Ernst Stückelberg an Rudolf Koller, 21. März 1869

Brief von Ernst Stückelberg an Rudolf Koller, 4. April 1870

Brief von Ernst Stückelberg an Rudolf Koller, 2. April 1889

Innenraum im Wohnhaus von Ernst Stückelberg, undatiert (Fotograf/-in unbekannt)

Aufnahme von Ernst Stückelberg und Familie auf der Terrasse des Hauses in Langenbruck

Innenraum im Wohnhaus von Ernst Stückelberg, undatiert (Fotograf/-in unbekannt)

Der schriftliche Teilnachlass des Basler Historien-, Porträt- und Genremalers Ernst Stückelberg (1831–1903), der 1955 dem Nachlassarchiv geschenkt wurde, besteht hauptsächlich aus Briefen und (hand-)schriftlichen Belegen zu seinem Werk und seiner Biographie. Ausserdem versammelt der Nachlass Werkfotografien und Drucke, Einladungskarten, Pressedossiers und Dokumentarfotografien, die Stückelbergs Arbeit und Leben von 1850 bis zu seinem Tod ausführlich dokumentieren.

Die zu Beginn der 1970er-Jahre vom Nachlassarchiv teilweise transkribierten Archivalien bilden eine wertvolle und ausführliche Informationsquelle, die den Schaffensprozess des Malers nachvollziehen lassen. Der intensive Briefwechsel mit zeitgenössischen Kunstschaffenden wie Wilhelm Balmer, Gustave Castan, Conrad Escher oder Paul Robert, insbesondere aber mit dem Schweizer Tiermaler Rudolf Koller, zeugt von einem regen sozialen und künstlerischen Austausch.

Aufschlussreich ist die grosse Anzahl der (hand-)schriftlichen Dokumente über das Werk und die Biografie Ernst Stückelbergs, die, von seinem Sohn Vico gesammelt und geordnet, Rückschlüsse auf das Schaffen erlauben: Detaillierte Bilderverzeichnisse zu Entwürfen, Ölstudien, Porträts, Landschaften und Genre-Bilder eröffnen die Vielfalt des Œuvres. Manuskripte zur Biografie, diverse Notizen vom Künstler selbst, unter anderem auch Preislisten der Werke von Zeitgenossen, sowie die Korrespondenz mit dem Freundeskreis erhellen die Lebensumstände eines Malers, der in der grossbürgerlichen Gesellschaft Basels ebenso zu Hause war wie in den Künstlerkreisen in Zürich, München oder Florenz.

Signatur

SIK-ISEA, Schweizerisches Kunstarchiv, HNA 1

Konzeption und Durchführung

Michael Schmid, lic. phil., Einführungstext und Auswahl Dokumente

Kontakt

Schweizerisches Kunstarchiv
T +41 44 388 51 04
kunstarchiv@sik-isea.ch


Publiziert am 8.10.2008