Manifestazioni

[in tedesco]
Internationales Symposium

Von B bis X. Kunst(geschichte) machen seit John Berger 

Wann: 11. Oktober – 12. Oktober 2018
Wo: 11. Oktober: SIK-ISEA, Antenne romande, UNIL-Chamberonne, 1015 Lausanne; 12. Oktober: Musée de l’Elysée, Avenue de l’Elysée 18, 1006 Lausanne

Das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA) organisiert in Zusammenarbeit mit dem Musée de l’Elysée, Lausanne, und der Universität Bern ein internationales Symposium (Lausanne, 11.–12. Oktober 2018) mit Titel Von B bis X. Kunst(geschichte) machen seit John Berger. Ziel ist es, die Entstehung und die Rezeption alternativer, politischer Diskurse zur Kunst in den letzten 50 Jahren zu beleuchten. Der Fokus liegt in erster Linie auf bestimmten Praktiken der Bilderzeugung, wobei Montage, Gegenüberstellung und Kontextualisierung auf ihre Funktion als kreativer Motor und als epistemologischer Prozess befragt werden sollen.


Was entsteht aus der – oft wortlosen – Konfrontation, Interaktion von Bildern? Wie schafft das Medium der Fotografie ein bestimmtes Verständnis der Kunst und wie verbreitet es eine bestimmte Version der eigenen Erzählungen? Welche Rolle kommt folglich Filmen oder Fernsehserien in der Verbreitung, Wahrnehmung und Kritik visueller Kunst zu? Welche Wirkungskraft haben das Machen und das Tun? Welche Bedeutung lässt sich Körpern, Stimmen und Gefühlen in Ausstellungsräumen entnehmen? Was vermag die Hängung von Bildern zu erzählen? Die Diskussionen, in denen Theorie und Praxis idealerweise zueinander finden, sollen sich ebenso im akademischen wie im musealen Bereich bewegen – im Wechsel vom Sitz der Antenne romande von SIK-ISEA an der Universität Lausanne und zu demjenigen des Musée de l’Elysée, wo dannzumal eine neue Ausstellung eingerichtet wird.

In einem erweiterten Sinn bietet das Symposium die Möglichkeit, über die Zukunft der Kunstgeschichte im universitären und im musealen Kontext zu diskutieren. Der Titel unserer Veranstaltung, inspiriert von Bergers Buch From A to X. A Story in Letters (Brooklyn / London: Verso Books, 2008), eröffnet eine zukunftsweisende Perspektive fern aller Dogmen: In welche Richtung bewegen wir uns in einer Disziplin, der oft nachgesagt wird, sie befände sich in einer Krise? Welches sind die Übereinstimmungen, welches die Unvereinbarkeiten zwischen den immer zahlreicheren Akteuren – jetzt, da die Möglichkeit besteht, an den Kunstschulen in der Schweiz zu promovieren? Ohne Ergebnisse vorwegnehmen zu wollen oder eine abschliessende Auseinandersetzung anzustreben, bietet das Kolloquium die Gelegenheit, Methoden und Gegenstandsbereiche der Kunstgeschichte in- und ausserhalb der Schweiz zu beurteilen.

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