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Vortrag und Performance: Reconstructing «Dadaglobe» und Lagune

Wann: 4. Februar 2016, 18.30 Uhr
Wo: SIK-ISEA, Zollikerstrasse 32 (Nähe Kreuzplatz), CH-8032 Zürich


Die Veranstaltung findet in Englisch statt. Freier Eintritt. Aperitif nach der Performance.

Am 4. Februar 2016 eröffnet das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA) die Hundertjahrfeier der Dada-Bewegung. In Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Zürich lädt es die beiden Kuratorinnen der Ausstellung «Dadaglobe Reconstructed», Dr. Adrian Sudhalter und Cathérine Hug (Kunsthaus Zürich), ein, Tristan Tzaras bis heute unveröffentlichte Sammlung dadaistischer Zeugnisse vorzustellen. Anschliessend wird das Untergeschoss der Villa Bleuler zur Bühne für die Weltpremiere der Performance «Lagune» von Denis Savary, eine Produktion der Fluxum Foundation, Genf.

Das 1920 von Tristan Tzara (1896–1963) konzipierte Werk «Dadaglobe» zählt im Rückblick zu den editorischen Grossprojekten des 20. Jahrhunderts. Tzara, seit 1916 treibende Kraft hinter Dada, wollte die internationale Bewegung umfassend dokumentieren, musste aber fünf Jahre später den Plan aufgeben und die rund 50 Beiträge von Kunstschaffenden und Schriftstellerpersönlichkeiten zur Seite legen. Dank der New Yorker Kunsthistorikerin Adrian Sudhalter, einer Spezialistin für die Avantgarde der europäischen Moderne, ist das Vorhaben jetzt überblickbar: Fast 200 Werke auf Papier, in künstlerischer und literarischer Hinsicht wie als Zeitdokumente von grösstem Wert, werden in der Publikation Dadaglobe Reconstructed aufgearbeitet und im Kunsthaus Zürich (5.2.–1.5.2016) sowie später im Museum of Modern Art, New York, ausgestellt (12.6.–18.9.2016). Am Zürcher Hauptsitz von SIK-ISEA beleuchtet Dr. Sudhalter die Herausforderungen, mit denen sie sowohl in ihrer Forschung konfrontiert war wie auch in der Realisierung der Ausstellung, gemeinsam mit Cathérine Hug, Konservatorin und Kuratorin am Kunsthaus Zürich.

Dann lässt die Performance «Lagune» von Denis Savary, choreografiert von Jeremy Tran, mit ihren Tänzern, Bühnenelementen und der Kopie einer Marionette nach Sophie Taeuber-Arp den Geist von Dada wiederaufleben: Der pausenlose Auf- und Umbau einer modularen, transparenten Stadt befragt die Beziehung zwischen klar begrenztem Raum, Konstruktion auf Zeit und erzählter Welt. In der Villa Bleuler wird das von der Fluxum Foundation – Flux Laboratory (Genf) produzierte experimentelle Stück uraufgeführt.

Medienmitteilung
FlyerDadaglobeReconstructed