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Archives on Stage

«Über Panzer, Pflanzer, Kultur und Natur». Schweizer Kunstförderung seit 1950

Referat von lic. phil. Patrizia Keller (Institut für Geschichte und Theorie der Architektur ETH Zürich) und Dr. des. Gioia Dal Molin (Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Universität Zürich)

Wann: 30. Juni 2015, 18.00 Uhr

Wo: SIK-ISEA, Zollikerstrasse 32 (Nähe Kreuzplatz), CH-8032 Zürich

Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Für ihr Dissertationsprojekt über die staatliche und nicht-staatliche Förderung der bildenden Kunst in der Schweiz seit 1950 haben die Kunstwissenschaftlerinnen Patrizia Keller und Gioia Dal Molin mit Archivalien aus dem Schweizerischen Kunstarchiv gearbeitet. Im Fokus des Forschungsvorhabens standen die Formations- und Pluralisierungsprozesse, die die Schweizer Kunstförderung seit der Nachkriegszeit geprägt haben. Die Transformationen manifestierten sich dabei sowohl auf der Ebene der kulturpolitischen Strukturen, Akteure und Debatten als auch hinsichtlich der geförderten künstlerischen Inhalte. Im Rückgriff auf Dokumente aus dem Kunstarchiv – beispielsweise gesammelte Archivalien über die bundesstaatliche Förderung im Rahmen des Eidgenössischen Wettbewerbes für bildende Kunst oder Pressematerialien zur Kulturpolitik – reflektiert das Dissertationsprojekt unter anderem die Aushandlungsprozesse über «gute» und demnach «förderungswürdige» Kunst, thematisiert die in der Förderung angewandten Begründungsstrategien oder fragt nach dem Einfluss der Förderung auf die reale und symbolische Bewertung von Kunst.