Veranstaltungen

Wohin mit dem Kunstnachlass?
Präsentation einer Studie mit anschliessender Podiumsdiskussion

Wann: Montag, 17. März 2014, 19.00 Uhr
Wo: SIK-ISEA, Zollikerstrasse 32 (Nähe Kreuzplatz), CH-8032 Zürich


Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Es gibt immer mehr Kunstschaffende, es gibt immer mehr Kunst und immer mehr Museen, die Kunst aufbewahren und zeigen. Auch die Zahl der Kunstnachlässe wächst. Doch die Museen sind ebenso wählerisch wie der Markt. Sie interessieren sich längst nicht für alle künstlerischen Hinterlassenschaften. Eine schwierige Situation für Kunstschaffende oder ihre Erben. Verschiedene private Initiativen versprechen hier Lösungen. Oftmals erheben sie auch Anspruch auf öffentliche Unterstützung. Die öffentliche Kulturförderung muss angesichts begrenzter Mittel die Frage beantworten, ob sie hier zusätzlich zu den Museen und den eigenen Kunstsammlungen weitere Archivierungsformen für Kunst unterstützen soll, und wenn ja, welche. Dahinter steckt eine brisante kulturpolitische, ja kulturphilosophische Frage: Wie wichtig ist die Bewahrungskultur? Wer entscheidet, was aufbewahrt werden soll? Welche Kriterien sollen hier zum Zuge kommen? Und nicht zuletzt: Welche Chancen eröffnen sich durch die Digitalisierung?

SIK-ISEA hat im Auftrag der Stadt Zürich eine Studie zum Umgang mit Künstlernachlässen verfasst. Peter Haerle (Direktor Stadt Zürich Kultur) sowie die Autoren Roger Fayet (Direktor SIK-ISEA) und Deborah Favre (Wissenschaftliche Mitarbeiterin SIK-ISEA) werden die Studie im Rahmen dieser Veranstaltung präsentieren. Über die angesprochenen Fragestellungen und Lösungsvorschläge diskutieren in der anschliessenden Podiumsdiskussion unter der Leitung von Matthias Daum (Leiter Schweizer Büro «Die Zeit») Luigi Archetti (Künstler / Präsident Kunstkommission Stadt Zürich), Barbara Basting (Stadt Zürich Kultur, Ressortleitung Bildende Kunst), Fritz Billeter (Präsident Vereinigung «Artdock»), Franz-Josef Sladeczek (Kunsthistoriker / Publizist / Autor «After Collecting – Praxisleitfaden für den Kunstnachlass»), Dorothee Messmer (Direktorin Kunstmuseum Olten).

Studie