Forschungsprojekte

Louis Soutter. Ergänzung zum Catalogue raisonné: Aufsatzband und Online-Werkverzeichnis

Leitung
Sarah Burkhalter
Beiträge
Michel Thévoz, Sarah Burkhalter et al.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Caroline Gaillard
Partner für die Digitalisierung
Universitätsbibliothek Heidelberg
Laufzeit
2026–2028
Reihe
«Œuvrekataloge Schweizer Künstler und Künstlerinnen» / « Catalogues raisonnés d’artistes suisses », Ergänzung zu Band 4 (1976)

Louis Soutter (Morges, VD, 1871 – Baillaigues, VD, 1942) fasziniert bis heute durch sein vielschichtiges Werk, das sich den Kategorien der modernen Kunst entzieht. Auch wenn Jean Dubuffet ihn vorschnell der Art Brut zugeordnet hat, stellt Soutter nach wie vor das Rätsel einer unendlich intimen und zugleich fremdartig experimentellen künstlerischen Produktion, «im Einklang mit den avantgardistischsten Strömungen des 20. Jahrhunderts» (Thévoz, 2016). Mit diesem Rätsel, einem der fruchtbarsten der westlichen Kunstgeschichte, befasst sich das Vorhaben von SIK-ISEA, das Werkverzeichnis des Künstlers zu vervollständigen: Was werden die 200 bisher unbekannten Zeichnungen über den Künstler aufzeigen?

Fünfzig Jahre nach Erscheinen des von SIK-ISEA in zwei Teilen im Verlag L’Âge d’homme veröffentlichten Werkverzeichnisses – Louis Soutter. Catalogue de l’œuvre (1974) und Louis Soutter ou l’écriture du désir (1976), Band 4 der Reihe «Catalogues raisonnés d’artistes suisses» –, arbeitet das Institut erneut mit Michel Thévoz, dem ursprünglichen Autor und weltweit führenden Experten für das Werk von Louis Soutter, zusammen. Das Publikationsprojekt widmet sich allen Werken, die in den letzten fünf Jahrzehnten auf dem Kunstmarkt aufgetaucht sind. Dieser dritte Teil des Catalogue raisonné erscheint in gedruckter und elektronischer Form, enthält in der Buchversion eine Reihe kritischer Essays (Französisch/Englisch) und wird online im Rechercheportal von SIK-ISEA zugänglich gemacht. Im Rahmen des Projekts Ergänzung zum Catalogue raisonné Louis Soutter werden zudem die mittlerweile vergriffenen Teile I und II digitalisiert und ebenfalls online bereitgestellt.

Louis Soutter, La passerelle, um 1924, Tusche auf Papier, 22 × 17,5 cm, Kunst Museum Winterthur, Foto: SIK-ISEA, Zürich

Louis Soutter, Je vais aux fraises, 14. Juli 1930, Tusche auf Papier, 22 × 35 cm, Privatsammlung, Foto: Koller Auktionen, Zürich

Louis Soutter, Théâtre, 1930–1937, Tusche auf Papier, 34 × 51 cm, Privatsammlung, Foto: Artcurial Beurret Bailly Widmer, Basel

Louis Soutter, Nous, 1930–1935, Tusche auf Papier, 33 × 25 cm, Privatsammlung, Foto: Artcurial Beurret Bailly Widmer, Basel

Louis Soutter, Le monstre amoureux, 1937–1942, Tusche und Gouache auf Papier, 65 × 50 cm, Privatsammlung, Foto: Koller Auktionen, Zürich

Louis Soutter, La corde fatale, 1937–1942, Tusche und Öl auf Papier, 50 × 64,8 cm, Aargauer Kunsthaus, Foto: Aargauer Kunsthaus, Aarau (Jörg Müller)

Louis Soutter, Allons à l’aventure, 1937–1942, Mischtechnik auf Papier, 58 × 44 cm, Privatsammlung, Foto: Koller Auktionen, Zürich

Louis Soutter, Vampire c’est la guerre, 1939, Tusche und Öl auf Papier, auf Karton montiert, 46,2 × 43,7 cm, Aargauer Kunsthaus, Foto: SIK-ISEA, Zürich

Louis Soutter, Lutte avec le Démon, 1938–1939, Mischtechnik auf Papier, 57,5 × 44 cm, Privatsammlung, Foto: Koller Auktionen, Zürich

Louis Soutter, Tête du Christ couronné, 1939, Tusche und Öl auf Papier, 43,5 × 57 cm, Privatsammlung, Foto: Sotheby’s, Zürich

Louis Soutter, Visage de face, 1930–1942, Tusche und Öl auf Papier, 43,8 × 29 cm, Privatsammlung, Foto: Artcurial Beurret Bailly Widmer, Basel