Veranstaltungen

Vom Umgang mit Künstler*innen-Nachlässen
– Informationen, Beispiele und Gespräche

Das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA) hat 2017 einen Ratgeber zum Umgang mit Künstlernachlässen herausgegeben. Darin werden Strategien der Bewertung und Vermittlung, die Werkdokumentation und -konservierung, der Umgang mit dokumentarischen Nachlässen und rechtliche Normen erklärt und illustriert.

Nun rücken Erfahrungen im Umgang mit verschiedenen künstlerischen Nachlässen in den Blickpunkt. An wechselnden Standorten in allen Sprachregionen der Schweiz wird solches Wissen im Rahmen von Gesprächsabenden mit einem breiten Publikum geteilt. Ob Erben, zukünftige Erblasser, Nachlassverwalter oder Interessierte: Vor welchen Herausforderungen und Auflagen stehen sie, wie organisieren sie sich? Was bewährt sich und was nicht?

Anne Marie Jehle (1937–2000), Kunsthaus (Selbstporträt), n. d., Fotografie einer Fotocollage, Abreibebuchstaben, 20,8 x 20,8 cm, Anne Marie Jehle-Stiftung, Vaduz

Blick in den Stäblisaal im Stadtmuseum Brugg. Foto: René Roetheli, Baden

Hedwig Scherrers (1878–1940) Atelierhaus in Montlingen, erbaut 1908 nach eigenen Entwürfen

Rolando-Maria Raggenbass (1950–2005), Le fauteuil des désirs, 1986, Acryl auf Leinwand, 190 x 170 cm, © Luisa Figini-Raggenbass

Jürg Henggeler (1935–2009), Boulevard de l’insolite, 1960, Holzschnitt auf Japanpapier, 67 x 70 cm, © Erbengemeinschaft Jürg Henggeler, Foto: SIK-ISEA, Zürich (Joachim Sieber)

Zu Gast im Kunstraum Engländerbau, Vaduz – Erfahrungsberichte zu künstlerischen Nachlässen in Liechtenstein


Der fünfte Gesprächsabend dieser Veranstaltungsreihe findet im Kunstraum Engländerbau in Vaduz statt. Mit dem Bericht der Konservatorin Dagmar Streckel zu Anne Marie Jehle (1937–2000) führt er ein Fallbeispiel an, bei welchem eine Stiftung zum Zweck der Erhaltung und Verbreitung eines künstlerischen Erbes gegründet wurde. Ein weiteres Beispiel handelt vom Nachlass der Galerie Haas (gegr. 1968): Wie dieser in den Sammlungsbestand der Stiftung Dokumentation Kunst in Liechtenstein (DKL) überging, die Auffang- sowie Informationsstelle ist, erzählt Stiftungsratspräsident Karl Gassner.
Der Abend wird organisiert von SIK-ISEA und visarte.liechtenstein.

Einleitend sprechen Lilian Hasler, Präsidentin visarte.liechtenstein und Matthias Oberli, Abteilungsleiter Kunstdokumentation SIK-ISEA.

Teilnehmende sind eingeladen, die Ausstellung im Kunstraum Engländerbau 11 Wegbereiter_Innen zu besuchen.

 

Wann: 10. Juli 2018, 18.00–20.00 Uhr, anschliessend Aperitif
Wo: Kunstraum Engländerbau, Städtle 37, LI-9490 Vaduz


Um Anmeldung bis am 5. Juli 2018 wird gebeten an rahel.beyerle@sik-isea.ch



Zu Gast im Stadtmuseum Brugg – Ein Erfahrungsbericht zum künstlerischen Nachlass von Adolf Stäbli (1842–1901)


Der vierte Gesprächsabend dieser Veranstaltungsreihe findet im Stadtmuseum Brugg statt. Die Kunsthistorikerin und Kuratorin Karoliina Elmer berichtet über den Nachlass von Adolf Stäbli (1842–1901). Dieses Fallbeispiel zeigt das aussergewöhnliche Schicksal eines Legats, das an die Ortsbürger gelangte, und dokumentiert Verwaltungsstrategien, Erhaltungsinitiativen und Grenzen im Umgang mit einem künstlerischen Erbe. Es beantwortet Fragen und führt an weitere heran. Der Abend wird mitorganisiert von SIK-ISEA und visarte.aargau.

Einleitend sprechen Dominik Sieber, Kurator Stadtmuseum Brugg, Jürg Fritzsche, Präsident visarte.aargau sowie Matthias Oberli, Abteilungsleiter Kunstdokumentation SIK-ISEA.

Teilnehmende sind eingeladen, vorgängig die Ausstellungssäle des Museums zu besichtigen, das am Veranstaltungstag ausserordentlich ab 17.00 Uhr öffnet. 

Wann: 14. Juni 2018, 18.15–20.15 Uhr, anschliessend Aperitif
Wo: Stadtmuseum Brugg – Stäblisaal, Untere Hofstatt 23, CH-5200 Brugg




Zu Gast im NEXTEX, St. Gallen – Ein Erfahrungsbericht zu künstlerischen Nachlässen in der Ostschweiz und Finissage


Der dritte Gesprächsabend dieser Veranstaltungsreihe findet im NEXTEX in St. Gallen statt. Die Kunsthistorikerin Corinne Schatz berichtet über die Nachlässe von Hedwig Scherrer (1878–1940) und David Bürkler (1936–2016), deren Todesdaten rund 80 Jahre auseinander liegen. Diese Fallbeispiele zeigen Umgangsweisen, Massnahmen und Widerstände, beantworten Fragen und führen an weitere heran. Der Abend wird organisiert von SIK-ISEA und visarte.ost.

Einleitend sprechen Anna Beck-Wörner, Ko-Präsidentin visarte.ost sowie Matthias Oberli, Abteilungsleiter Kunstdokumentation SIK-ISEA.
Dazwischen führt die Kuratorin Salome Hohl durch die Ausstellung Lieblingsfreizeitbeschäftigung Nr. 13 von Simon Bachmann und erklärt die Diskussionsreihe Existentialistisches Café.

Wann: 31. Mai 2018, 18.00–18.30 Uhr Führung, 18.30–19.45 Uhr Vorträge, anschliessend Aperitif
Wo: NEXTEX, Frongartenstrasse 9, CH-9000 St. Gallen




Zu Gast im Museo Villa dei Cedri, Bellinzona – Ein Erfahrungsbericht zum Nachlass des Künstlers Rolando Raggenbass (1950–2005)


Der zweite Gesprächsabend dieser Veranstaltungsreihe findet im Museo Villa dei Cedri in Bellinzona statt. Mit dem Bericht von Luisa Figini und Paola Tedeschi-Pellanda zum Nachlass des 2005 verstorbenen Künstlers Rolando Raggenbass liefert er ein Beispiel aus der Praxis, beantwortet Fragen und führt an weitere heran. Er wird organisiert von SIK-ISEA und dem Museo Villa dei Cedri. Einleitend sprechen Carole Haensler Huguet, Direktorin Bellinzona Musei / Kuratorin Museo Villa dei Cedri, Simonetta Noseda, Leiterin Inventarisation SIK-ISEA, Zürich, und Patricia Cavadini, Leiterin Ufficio di contatto di SIK-ISEA, Ligornetto.

Teilnehmende sind eingeladen, im Anschluss an die Veranstaltung die Ausstellung im Museo Villa dei Cedri Burri – Fontana – Capogrossi – Afro. Nuovi orizzonti nell’arte del secondo dopoguerra zu besuchen.

Wann: 11. April 2018, 17.30–19.00 Uhr, anschliessend Aperitif
Wo: Museo Villa dei Cedri, piazza San Biagio 9, CH-6500 Bellinzona




Zu Gast im Kunsthaus Zug – Ein Erfahrungsbericht zum Nachlass des Künstlers Jürg Henggeler (1935–2009)


Der erste Gesprächsabend dieser Veranstaltungsreihe findet im Kunsthaus Zug statt. Mit dem Bericht von Peter A. Henggeler zum Nachlass seines 2009 verstorbenen Bruders Jürg Henggeler liefert er ein Beispiel aus der Praxis, beantwortet Fragen und führt an weitere heran. Er wird organisiert von SIK-ISEA und visarte.zentralschweiz.

Einleitend sprechen Reto Fetz, Vorstand Zuger Kunstgesellschaft, Karin Mairitsch, Co-Präsidentin visarte.zentralschweiz, und Matthias Oberli, Abteilungsleiter Kunstdokumentation SIK-ISEA.

Teilnehmende sind eingeladen, vorgängig die Ausstellung im Kunsthaus Zug Wien zu Europa – Klimt und Schiele zu Léger und Klee in der Sammlung zu besuchen.

Wann: 4. April 2018, 18.30–20.00 Uhr, anschliessend Aperitif
Wo: Kunsthaus Zug, Dorfstrasse 27, CH–6301 Zug