Veranstaltungen

Vom Umgang mit Künstler*innen-Nachlässen
– Informationen, Beispiele und Gespräche

Das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA) hat 2017 einen Ratgeber zum Umgang mit Künstlernachlässen herausgegeben. Darin werden Strategien der Bewertung und Vermittlung, die Werkdokumentation und -konservierung, der Umgang mit dokumentarischen Nachlässen und rechtliche Normen erklärt und illustriert.

Nun rücken Erfahrungen im Umgang mit verschiedenen künstlerischen Nachlässen in den Blickpunkt. An wechselnden Standorten in allen Sprachregionen der Schweiz wird solches Wissen im Rahmen von Gesprächsabenden mit einem breiten Publikum geteilt. Ob Erben, zukünftige Erblasser, Nachlassverwalter oder Interessierte: Vor welchen Herausforderungen und Auflagen stehen sie, wie organisieren sie sich? Was bewährt sich und was nicht?

Hedwig Scherrers Atelierhaus in Montlingen, erbaut 1908 nach eigenen Entwürfen

Rolando-Maria Raggenbass (1950–2005), Le fauteuil des désirs, 1986, Acryl auf Leinwand, 190 x 170 cm, © Luisa Figini-Raggenbass

Jürg Henggeler (1935–2009), Boulevard de l’insolite, 1960, Holzschnitt auf Japanpapier, 67 x 70 cm, © Erbengemeinschaft Jürg Henggeler, Foto: SIK-ISEA, Zürich (Joachim Sieber)

Zu Gast im NEXTEX, St. Gallen – Ein Erfahrungsbericht zu künstlerischen Nachlässen in der Ostschweiz und Finissage


Der dritte Gesprächsabend dieser Veranstaltungsreihe findet im NEXTEX in St. Gallen statt. Die Kunsthistorikerin Corinne Schatz berichtet über die Nachlässe von Hedwig Scherrer (1878–1940) und David Bürkler (1936–2016), deren Todesdaten rund 80 Jahre auseinander liegen. Diese Fallbeispiele zeigen Umgangsweisen, Massnahmen und Widerstände, beantworten Fragen und führen an weitere heran. Der Abend wird organisiert von SIK-ISEA und visarte.ost.

Einleitend sprechen Anna Beck-Wörner, Ko-Präsidentin visarte.ost sowie Matthias Oberli, Abteilungsleiter Kunstdokumentation SIK-ISEA.
Dazwischen führt die Kuratorin Salome Hohl durch die Ausstellung Lieblingsfreizeitbeschäftigung Nr. 13 von Simon Bachmann und erklärt die Diskussionsreihe Existentialistisches Café.

Wann: 31. Mai 2018, 18.00–18.30 Uhr Führung, 18.30–19.45 Uhr Vorträge, anschliessend Aperitif
Wo: NEXTEX, Frongartenstrasse 9, CH-9000 St. Gallen


Anmeldung: Es hat noch freie Plätze! Um Anmeldung wird gebeten an rahel.beyerle@sik-isea.ch.



Zu Gast im Museo Villa dei Cedri, Bellinzona – Ein Erfahrungsbericht zum Nachlass des Künstlers Rolando Raggenbass (1950–2005)


Der zweite Gesprächsabend dieser Veranstaltungsreihe findet im Museo Villa dei Cedri in Bellinzona statt. Mit dem Bericht von Luisa Figini und Paola Tedeschi-Pellanda zum Nachlass des 2005 verstorbenen Künstlers Rolando Raggenbass liefert er ein Beispiel aus der Praxis, beantwortet Fragen und führt an weitere heran. Er wird organisiert von SIK-ISEA und dem Museo Villa dei Cedri. Einleitend sprechen Carole Haensler Huguet, Direktorin Bellinzona Musei / Kuratorin Museo Villa dei Cedri, Simonetta Noseda, Leiterin Inventarisation SIK-ISEA, Zürich, und Patricia Cavadini, Leiterin Ufficio di contatto di SIK-ISEA, Ligornetto.

Teilnehmende sind eingeladen, im Anschluss an die Veranstaltung die Ausstellung im Museo Villa dei Cedri Burri – Fontana – Capogrossi – Afro. Nuovi orizzonti nell’arte del secondo dopoguerra zu besuchen.

Wann: 11. April 2018, 17.30–19.00 Uhr, anschliessend Aperitif
Wo: Museo Villa dei Cedri, piazza San Biagio 9, CH-6500 Bellinzona




Zu Gast im Kunsthaus Zug – Ein Erfahrungsbericht zum Nachlass des Künstlers Jürg Henggeler (1935–2009)


Der erste Gesprächsabend dieser Veranstaltungsreihe findet im Kunsthaus Zug statt. Mit dem Bericht von Peter A. Henggeler zum Nachlass seines 2009 verstorbenen Bruders Jürg Henggeler liefert er ein Beispiel aus der Praxis, beantwortet Fragen und führt an weitere heran. Er wird organisiert von SIK-ISEA und visarte.zentralschweiz.

Einleitend sprechen Reto Fetz, Vorstand Zuger Kunstgesellschaft, Karin Mairitsch, Co-Präsidentin visarte.zentralschweiz, und Matthias Oberli, Abteilungsleiter Kunstdokumentation SIK-ISEA.

Teilnehmende sind eingeladen, vorgängig die Ausstellung im Kunsthaus Zug Wien zu Europa – Klimt und Schiele zu Léger und Klee in der Sammlung zu besuchen.

Wann: 4. April 2018, 18.30–20.00 Uhr, anschliessend Aperitif
Wo: Kunsthaus Zug, Dorfstrasse 27, CH–6301 Zug