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Vom Umgang mit Künstlerinnen- und Künstlernachlässen – Informationen, Beispiele und Gespräche

Das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA) hat 2017 einen Ratgeber zum Umgang mit Künstlernachlässen herausgegeben. Darin werden Strategien der Bewertung und Vermittlung, die Werkdokumentation und -konservierung, der Umgang mit dokumentarischen Nachlässen und rechtliche Normen erklärt und illustriert.

Nun rücken Erfahrungen im Umgang mit verschiedenen künstlerischen Nachlässen in den Blickpunkt. An wechselnden Standorten in allen Sprachregionen der Schweiz wird solches Wissen im Rahmen von Gesprächsabenden mit einem breiten Publikum geteilt. Ob Erben, zukünftige Erblasser, Nachlassverwalter oder Interessierte: Vor welchen Herausforderungen und Auflagen stehen sie, wie organisieren sie sich? Was bewährt sich und was nicht?

Installationsansicht der Ausstellung Bewahre! Was Menschen sammeln (01.04.–31.12.2018) im Museum.BL, Liestal. Foto: Anex und Roth@Museum.BL

Jean-Pierre Zaugg (1928–2012), Sans titre, 1979, Öl auf Leinwand, Privatsammlung.

Das Atelier von Not Bott (1927–1998) in Poschiavo mit den Skulpturen Squarcio, 1991 (vorne), aus Eiche, und Zupò, 1994 (hinten), aus Kastanie. Foto GCB, Juli 2018

Anita Spinelli (1908–2010), Neve, 1979, Öl auf Leinwand, 42 x 60 cm, © Anita Spinelli, Novazzano. Foto: Massimo Pedrazzini, Losone.

Jakob Strasser (1896–1978), Im Auto, 1963, Öl auf Leinwand, 40 x 53 cm (Bildmass), Nachlass Jakob Strasser Kunstmaler. Foto: Claus Pfisterer, Rheinfelden © Verein Jakob Strasser Kunstmaler, Rheinfelden

Anne Marie Jehle (1937–2000), Kunsthaus (Selbstporträt), n. d., Fotografie einer Fotocollage, Abreibebuchstaben, 20,8 x 20,8 cm, Anne Marie Jehle-Stiftung, Vaduz

Blick in den Stäblisaal im Stadtmuseum Brugg. Foto: René Roetheli, Baden

Hedwig Scherrers (1878–1940) Atelierhaus in Montlingen, erbaut 1908 nach eigenen Entwürfen

Rolando-Maria Raggenbass (1950–2005), Le fauteuil des désirs, 1986, Acryl auf Leinwand, 190 x 170 cm, © Luisa Figini-Raggenbass

Jürg Henggeler (1935–2009), Boulevard de l’insolite, 1960, Holzschnitt auf Japanpapier, 67 x 70 cm, © Erbengemeinschaft Jürg Henggeler, Foto: SIK-ISEA, Zürich (Joachim Sieber)

Zu Gast im Museum.BL, Liestal – Erfahrungsberichte zu den künstlerischen Nachlässen von Willy Stäheli (1915–1996), Jörg Shimon Schuldhess (1941–1992) und Johann Jakob Probst (1880–1966)


Der zehnte Gesprächsabend dieser Veranstaltungsreihe findet im Museum.BL in Liestal statt. Zum einen schildern Dina Epelbaum, Kuratorin Kunstsammlungen Kanton Basel-Landschaft, sowie Stefan Hess, Leiter Dichter- und Stadtmuseum Liestal, Erfahrungen im Umgang mit künstlerischen Nachlässen in öffentlichen Sammlungen. Sie vermitteln die Beispiele des Ausstellungsformats Bewahre! und von Willy Stäheli (1915–1996), aber auch einen Werkstattbericht zu Johann Jakob Probst (1880–1966). Zum anderen präsentiert Ziona Schulthess eine Nachlassverwaltung von A bis Z als Künstlerwitwe von Jörg Shimon Schuldhess (1941–1992).
Der Abend wird organisiert vom Museum.BL und SIK-ISEA.

Einleitend spricht Matthias Oberli, Abteilungsleiter Kunstdokumentation SIK-ISEA.

Teilnehmende sind eingeladen, ab 17.00 Uhr die Koje Künstlernachlass in der Ausstellung Bewahre! Was Menschen sammeln im Museums.BL am Zeughausplatz 28 zu besuchen.

Wann: 20. November 2018, 18.00–19.40 Uhr, anschliessend Aperitif im Foyer des Museums.BL
Wo: Konferenzraum, Amtshausgasse 7, CH-4410 Liestal
Achtung: Besammlung pünktlich um 17.50 Uhr vor dem Museum.BL, Zeughausplatz 28, CH-4410 Liestal. (Das Amtshaus ist offiziell ab 17.30 Uhr geschlossen)




Zu Gast im Centre Dürrenmatt Neuchâtel – «Ateliers d’Artiste» und ein Erfahrungsbericht zum künstlerischen Nachlass von Jean-Pierre Zaugg (1928–2012)


Der neunte Gesprächsabend dieser Veranstaltungsreihe findet im Centre Dürrenmatt Neuchâtel (CDN) statt. Zunächst gibt Walter Tschopp Einblick in die Tätigkeiten der Fondation «Ateliers d’Artiste» in Pully, von welcher er Gründer und Konservator ist. Die Künstler-Witwe Dominique Zaugg und der Sohn Aldous Zaugg sprechen über die Verwaltung des Nachlasses von Jean-Pierre Zaugg (1928–2012).
Der Abend wird organisiert vom Centre Dürrenmatt Neuchâtel, SIK-ISEA und Visarte Neuchâtel.

Einleitend sprechen Madeleine Betschart, Direktorin CDN, Marie-Claire Meier, Ko-Präsidentin Visarte Neuchâtel und Rossella Baldi, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Kunstdokumentation SIK-ISEA Lausanne.

Ausserdem führt Madeleine Betschart ab 17.45 Uhr durch die Ausstellung Jean-Pierre Zaugg – Arte Facta (22.09. – 02.12.2018) im CDN. Das Museum ist ab 17.30 Uhr geöffnet und gratis zugänglich.

Wann: 30. Oktober 2018, 18.30–20.00 Uhr, anschliessend Aperitif
Wo: Centre Dürrenmatt Neuchâtel, Chemin du Pertuis-du-Sault 74, CH-2000 Neuchâtel




Zu Gast in der Fundaziun Nairs – Zentrum für Gegenwartskunst – Erfahrungsberichte zu den Nachlässen der Bündner Künstler Not Bott (1927–1998) und Giuliano Pedretti (1942–2012)


Der achte Gesprächsabend dieser Veranstaltungsreihe findet in der Fundaziun Nairs – Zentrum für Gegenwartskunst statt. Zum einen berichtet Gian Casper Bott, Kunsthistoriker und Leiter des Museums Kleines Klingental in Basel, vom Umgang mit dem künstlerischen Nachlass seines Vaters Not Bott (1927–1998). Zum anderen leitet Ulrich Suter, der die Biografie des noch nicht lange verstorbenen Giuliano Pedretti (1924–2012) verfasst hat, zu einer offenen Gesprächsrunde über.
Der Abend wird organisiert von der Fundaziun Nairs, SIK-ISEA und visarte.graubünden.

Einleitend sprechen Christof Roesch, Direktor und Künstlerischer Leiter Fundaziun NAIRS, Lukas Bardill, Ko-Präsident visarte.graubünden, und Matthias Oberli, Abteilungsleiter Kunstdokumentation SIK-ISEA.

Teilnehmende sind eingeladen, ab 18.00 Uhr die Ausstellung NAIRAS – Mare e Monti in der Kunsthalle NAIRS zu besuchen.

Wann: 26. Oktober 2018, 19.30–21.00 Uhr, anschliessend Aperitif
Wo: Fundaziun Nairs, Nairs 161, CH-6926 Scuol


Zu Gast im Centro scolastico di Collina d’Oro – Erfahrungsberichte zu den künstlerischen Nachlässen von Gunter Böhmer (1911–1986) und Anita Spinelli (1908–2010)


Der siebte Gesprächsabend dieser Veranstaltungsreihe findet im Centro scolastico di Collina d’Oro in Montagnola statt. Letizia Schubiger-Serandrei und Sara de Bernardis, Expertinnen für Konservierung und Inventarisierung und Mitglieder des Ursula und Gunter Böhmer-Stiftungsrats, präsentieren die Aufarbeitung des Nachlasses von Gunter Böhmer (1911–1986). Maria Cristina Donati-Regli, Politikwissenschaftlerin und Mitglied des Franco Regli-Stiftungsrats, berichtet über den Umgang mit dem Nachlass von Anita Spinelli (1908–2010).
Der Abend wird organisiert von der Fondazione Ursula e Gunter Böhmer, SIK-ISEA, und Visarte Ticino.

Einleitend sprechen Sabrina Romelli, Gemeindepräsidentin Collina d’Oro und Präsidentin Fondazione Ursula e Gunter Böhmer, Fabiola Quezada, Präsidentin Visarte Ticino, Simonetta Noseda, Leiterin Inventarisation und Fotoarchiv SIK-ISEA, Zürich und Patricia Cavadini, Leiterin Ufficio di contatto di SIK-ISEA, Ligornetto.

Wann: 18. Oktober 2018, 17.30–19.00 Uhr, anschliessend Aperitif
Wo: Aula magna, Centro scolastico di Collina d’Oro, Piazza Brocchi 4, CH-6926 Montagnola


Zu Gast im Kurbrunnen Rheinfelden – Erfahrungsberichte zum künstlerischen Nachlass von Jakob Strasser (1896–1978) und zum Projekt «RestKunst»


Der sechste Gesprächsabend dieser Veranstaltungsreihe findet im Kurbrunnen Rheinfelden statt. Er liefert zwei Fallbeispiele. Zum einen berichtet Chris Leemann vom Nachlass des Kunstmalers Jakob Strasser (1896–1978): Dessen Verwaltung schliesst eine Vereinsgründung ein, die ein Werkverzeichnis, Werkübergaben sowie eine Ausstellung mit bewusstem Vermittlungsprogramm bezweckte. Zum anderen stellen Ricarda Gerosa und Nadja Müller ein Projekt vor, das sich lösungsorientiert an den Begriff der «RestKunst» heranwagt und mit einer spektakulären Aktion Ende September eine öffentliche Debatte anstossen will.
Der Abend wird organisiert von SIK-ISEA, vom Verein Jakob Strasser Kunstmaler, von visarte.aargau und visarte.region.basel.

Einleitend sprechen Jürg Fritzsche, Präsident visarte.aargau, Enrico Luisoni, Präsident visarte.region.basel, und Rahel Beyerle, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Kunstdokumentation SIK-ISEA.

Teilnehmende sind eingeladen, die Ausstellung Erlebnisse in der Kunst – Eine Ausstellung vom Verein Jakob Strasser Kunstmaler im Kurbrunnen Rheinfelden zu besuchen.

 

Wann: 14. September 2018, 17.00–18.30 Uhr, anschliessend Aperitif und Ausstellungsbesuch
Wo: Kurbrunnen, Habich-Dietschy-Strasse 16, CH–4310 Rheinfelden




Zu Gast im Kunstraum Engländerbau, Vaduz – Erfahrungsberichte zu künstlerischen Nachlässen in Liechtenstein


Der fünfte Gesprächsabend dieser Veranstaltungsreihe findet im Kunstraum Engländerbau in Vaduz statt. Mit dem Bericht der Konservatorin Dagmar Streckel zu Anne Marie Jehle (1937–2000) führt er ein Fallbeispiel an, bei welchem eine Stiftung zum Zweck der Erhaltung und Verbreitung eines künstlerischen Erbes gegründet wurde. Ein weiteres Beispiel handelt vom Nachlass der Galerie Haas (gegr. 1968): Wie dieser in den Sammlungsbestand der Stiftung Dokumentation Kunst in Liechtenstein (DKL) überging, die Auffang- sowie Informationsstelle ist, erzählt Stiftungsratspräsident Karl Gassner.
Der Abend wird organisiert von SIK-ISEA und visarte.liechtenstein.

Einleitend sprechen Lilian Hasler, Präsidentin visarte.liechtenstein und Matthias Oberli, Abteilungsleiter Kunstdokumentation SIK-ISEA.

Teilnehmende sind eingeladen, die Ausstellung im Kunstraum Engländerbau 11 Wegbereiter_Innen zu besuchen.

 

Wann: 10. Juli 2018, 18.00–20.00 Uhr, anschliessend Aperitif
Wo: Kunstraum Engländerbau, Städtle 37, LI-9490 Vaduz




Zu Gast im Stadtmuseum Brugg – Ein Erfahrungsbericht zum künstlerischen Nachlass von Adolf Stäbli (1842–1901)


Der vierte Gesprächsabend dieser Veranstaltungsreihe findet im Stadtmuseum Brugg statt. Die Kunsthistorikerin und Kuratorin Karoliina Elmer berichtet über den Nachlass von Adolf Stäbli (1842–1901). Dieses Fallbeispiel zeigt das aussergewöhnliche Schicksal eines Legats, das an die Ortsbürger gelangte, und dokumentiert Verwaltungsstrategien, Erhaltungsinitiativen und Grenzen im Umgang mit einem künstlerischen Erbe. Es beantwortet Fragen und führt an weitere heran. Der Abend wird mitorganisiert von SIK-ISEA und visarte.aargau.

Einleitend sprechen Dominik Sieber, Kurator Stadtmuseum Brugg, Jürg Fritzsche, Präsident visarte.aargau sowie Matthias Oberli, Abteilungsleiter Kunstdokumentation SIK-ISEA.

Teilnehmende sind eingeladen, vorgängig die Ausstellungssäle des Museums zu besichtigen, das am Veranstaltungstag ausserordentlich ab 17.00 Uhr öffnet. 

Wann: 14. Juni 2018, 18.15–20.15 Uhr, anschliessend Aperitif
Wo: Stadtmuseum Brugg – Stäblisaal, Untere Hofstatt 23, CH-5200 Brugg




Zu Gast im NEXTEX, St. Gallen – Ein Erfahrungsbericht zu künstlerischen Nachlässen in der Ostschweiz und Finissage


Der dritte Gesprächsabend dieser Veranstaltungsreihe findet im NEXTEX in St. Gallen statt. Die Kunsthistorikerin Corinne Schatz berichtet über die Nachlässe von Hedwig Scherrer (1878–1940) und David Bürkler (1936–2016), deren Todesdaten rund 80 Jahre auseinander liegen. Diese Fallbeispiele zeigen Umgangsweisen, Massnahmen und Widerstände, beantworten Fragen und führen an weitere heran. Der Abend wird organisiert von SIK-ISEA und visarte.ost.

Einleitend sprechen Anna Beck-Wörner, Ko-Präsidentin visarte.ost sowie Matthias Oberli, Abteilungsleiter Kunstdokumentation SIK-ISEA.
Dazwischen führt die Kuratorin Salome Hohl durch die Ausstellung Lieblingsfreizeitbeschäftigung Nr. 13 von Simon Bachmann und erklärt die Diskussionsreihe Existentialistisches Café.

Wann: 31. Mai 2018, 18.00–18.30 Uhr Führung, 18.30–19.45 Uhr Vorträge, anschliessend Aperitif
Wo: NEXTEX, Frongartenstrasse 9, CH-9000 St. Gallen




Zu Gast im Museo Villa dei Cedri, Bellinzona – Ein Erfahrungsbericht zum Nachlass des Künstlers Rolando Raggenbass (1950–2005)


Der zweite Gesprächsabend dieser Veranstaltungsreihe findet im Museo Villa dei Cedri in Bellinzona statt. Mit dem Bericht von Luisa Figini und Paola Tedeschi-Pellanda zum Nachlass des 2005 verstorbenen Künstlers Rolando Raggenbass liefert er ein Beispiel aus der Praxis, beantwortet Fragen und führt an weitere heran. Er wird organisiert von SIK-ISEA und dem Museo Villa dei Cedri. Einleitend sprechen Carole Haensler Huguet, Direktorin Bellinzona Musei / Kuratorin Museo Villa dei Cedri, Simonetta Noseda, Leiterin Inventarisation SIK-ISEA, Zürich, und Patricia Cavadini, Leiterin Ufficio di contatto di SIK-ISEA, Ligornetto.

Teilnehmende sind eingeladen, im Anschluss an die Veranstaltung die Ausstellung im Museo Villa dei Cedri Burri – Fontana – Capogrossi – Afro. Nuovi orizzonti nell’arte del secondo dopoguerra zu besuchen.

Wann: 11. April 2018, 17.30–19.00 Uhr, anschliessend Aperitif
Wo: Museo Villa dei Cedri, piazza San Biagio 9, CH-6500 Bellinzona




Zu Gast im Kunsthaus Zug – Ein Erfahrungsbericht zum Nachlass des Künstlers Jürg Henggeler (1935–2009)


Der erste Gesprächsabend dieser Veranstaltungsreihe findet im Kunsthaus Zug statt. Mit dem Bericht von Peter A. Henggeler zum Nachlass seines 2009 verstorbenen Bruders Jürg Henggeler liefert er ein Beispiel aus der Praxis, beantwortet Fragen und führt an weitere heran. Er wird organisiert von SIK-ISEA und visarte.zentralschweiz.

Einleitend sprechen Reto Fetz, Vorstand Zuger Kunstgesellschaft, Karin Mairitsch, Co-Präsidentin visarte.zentralschweiz, und Matthias Oberli, Abteilungsleiter Kunstdokumentation SIK-ISEA.

Teilnehmende sind eingeladen, vorgängig die Ausstellung im Kunsthaus Zug Wien zu Europa – Klimt und Schiele zu Léger und Klee in der Sammlung zu besuchen.

Wann: 4. April 2018, 18.30–20.00 Uhr, anschliessend Aperitif
Wo: Kunsthaus Zug, Dorfstrasse 27, CH–6301 Zug