Schweizer Künstlerinnen und ihre Netzwerke zwischen 1850 und 1950
Der Kunstbetrieb in der zweiten Hälfte des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde nach wie vor stark von männlichen Protagonisten gesteuert, auf der Künstler- wie auch auf der Auftraggeber-, Händler- und Sammlerseite. Zudem gab es für Frauen bereits bei den Ausbildungsmöglichkeiten grosse Hürden. Neben der gesellschaftlichen und rechtlichen Benachteiligung erschwerten es ihnen die Umstände im Kunstbetrieb zusätzlich, den Weg zur Künstlerin einzuschlagen und noch mehr, sich als solche erfolgreich zu etablieren. Ziel des Symposiums ist es, anhand von monografischen und thematischen Beiträgen aus unterschiedlichen kultur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen neue Erkenntnisse zur wenig erforschten Berufswirklichkeit von Künstlerinnen in der Schweiz in den Dekaden um 1900 zu gewinnen.