Forschungsprojekte

Augusto Giacometti. Catalogue raisonné der Gemälde, Wandbilder und Glasmalereien

Leitung
Katharina Ammann, Michael Egli
Beiträge
Michael Egli, Denise Frey, Beat Stutzer
Partner
Denkmalpflege Graubünden, Kantonale Denkmalpflege Zürich, Vitrocentre Romont
Laufzeit
2019–2023
Reihe
Œuvrekataloge Schweizer Künstler und Künstlerinnen, Band 32

Projektbeschrieb

Augusto Giacometti (1877–1947) ist ein herausragender Schweizer Maler in der Nachfolge des Jugendstils und des Symbolismus und gilt als Wegbereiter der Abstraktion. Besondere künstlerische Leistungen Giacomettis liegen in den Bereichen der Glasmalerei und der monumentalen Wandmalerei. Die systematische Erfassung des gemalten Œuvres untersucht die Zusammenhänge der einzelnen Schaffensphasen und die Rolle, die dem Aspekt der Farbe und Giacomettis farbtheoretischer Auseinandersetzung zukommt. Sein Selbstverständnis als Künstler zwischen Auftragswerken und freiem Schaffen sowie seine Funktion als Mitglied und Präsident der Eidgenössischen Kunstkommission sind weitere Aspekte, die untersucht werden sollen.
Geschätzte 650 Werke werden wissenschaftlich katalogisiert und die Provenienz, die Literatur- und Ausstellungsnachweise zu sämtlichen Gemälden, Wandmalereien, Mosaiken und Glasfenstern systematisch aufgearbeitet. Die Forschungsergebnisse bieten eine qualifizierte Analyse von seinen Arbeiten, die sowohl für die Kontextualisierung des Künstlers als auch für die generelle Entwicklungsgeschichte der Moderne in der Schweiz relevant sind. Die Ergebnisse werden 2023 als Buch publiziert und zeitgleich im Internet Open Access zugänglich gemacht. Die Online-Publikation (www.augusto-giacometti.ch) wird komplexe Suchfunktionen und die Verlinkung einzelner Werke mit Ausstellungen und Publikationen ermöglichen. Durch die Einbindung des Katalogs in das Rechercheportal von SIK-ISEA können Giacomettis Werke in einem erweiterten Kontext des Kunstschaffens des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts studiert werden.

Augusto Giacometti, Die Nacht, 1903, Tempera auf Leinwand, 251,5 x 119 cm, Kunsthaus Zürich, Depositum: Schweizerische Eidgenossenschaft, Bundesamt für Kultur, Foto: Bundesamt für Kultur

Augusto Giacometti, Bergbach, 1904, Tempera auf freskogrundiertem Holz, 165 x 57,5 cm, Bündner Kunstmuseum Chur, Foto: Bündner Kunstmuseum Chur

Augusto Giacometti, Berge, 1904, Öl auf Leinwand, 82,2 x 179,8 cm, Kunstmuseum Basel, Foto: Kunstmuseum Basel

Augusto Giacometti, Contemplazione, 1906, Öl auf Leinwand, 114 x 114 cm, Kunsthaus Zürich, Foto: SIK-ISEA, Zürich

Augusto Giacometti, Selbstbildnis, 1910, Öl auf Leinwand, 41 x 31 cm, Bündner Kunstmuseum Chur, Foto: Bündner Kunstmuseum Chur

Augusto Giacometti, Fantasie über eine Kartoffelblüte, 1917, Öl auf Leinwand, 132 x 135, Bündner Kunstmuseum Chur, Foto: Bündner Kunstmuseum Chur

Augusto Giacometti, Sternenhimmel, 1917, Öl auf Leinwand, Durchmesser 86 cm, Bündner Kunstmuseum Chur, Foto: Bündner Kunstmuseum Chur

Augusto Giacometti, Ausmalung der Eingangshalle des Amtshauses I, 1923–1925, Zürich, Foto: Stadt Zürich, Amt für Hochbauten, Fachstelle Kunst und Bau, Stefan Altenburger

Augusto Giacometti, Rote und weisse Nelken, 1925, Öl auf Leinwand, 26,2 x 28,8 cm, Privatbesitz, Foto: SIK-ISEA, Zürich

Augusto Giacometti, Paris, 1927, Öl auf Leinwand, 111 x 140 cm, Privatbesitz, Foto: SIK-ISEA, Zürich

Augusto Giacometti, Marseille I, 1930, Öl auf Leinwand, 103,5 x 150,5 cm, Privatbesitz, Foto: SIK-ISEA, Zürich

Augusto Giacometti, Drei Fenster im Chor, 1933, Grossmünster, Zürich

Das Projekt wird finanziell unterstützt von:

  • Ars Rhenia – Stiftung zur überregionalen Förderung von Kunst und Kultur, Triesen
  • Beitragsfonds, Finanzdepartement Stadt Zürich
  • Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF), Bern
  • Private Mäzeninnen und Mäzene