Wer waren sie und wo sind sie geblieben, die freien Künstlerinnen der SAFFA 1958?
Die SAFFA 1958 war ein Jahrhundertereignis, nach der Landi 39 die grösste und anspruchsvollste Ausstellung in Zürich, gänzlich von Frauen ersonnen und realisiert. Doch wer weiss heute noch etwas von dieser Veranstaltung? Die Literatur dazu ist äusserst spärlich. Seit Ende der 1980er-Jahre beschäftigen sich Historikerinnen mit dem Thema, zunächst vor allem kritisch. Die jüngeren Frauen warfen den Verantwortlichen vor, dem Kampf für die Rechte der Frau ausgewichen zu sein und damit das Scheitern der Volksabstimmung im Jahr darauf mitverantwortet zu haben. Seit ein paar Jahren mehren sich erfreulicherweise die Stimmen, die auf die unerhörten Leistungen dieser Frauen eingehen, namentlich auf dem Gebiet von Architektur und Grafik.