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Archives on Stage

Hans Fischli. Architektur als gesellschaftlicher Akt

 

Referat von Sebastian Holzhausen, Architekt

Wann: 16. April 2019, 18.00 Uhr
Wo: SIK-ISEA, Zollikerstrasse 32 (Nähe Kreuzplatz), CH-8032 Zürich


Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Die Platzzahl ist beschränkt.
Hans Fischli und Hans Aeschbacher, s/w-Fotografie, um 1940
Der Schweizer Architekt, Maler und Bildhauer Hans Fischli (1909–1989) verbrachte das Studienjahr 1928–1929 am Bauhaus in Dessau, als Hannes Meyer gerade die Direktion von Walter Gropius übernommen hatte. Obwohl Fischli nur den Vorkurs bei Josef Albers und die Werkstatt für Wandmalerei von Hinnerk Scheper besuchte, hatte das neue pädagogische Konzept Meyers starken Einfluss auf seine Entwicklung als Architekt. Albers’ Rückweisung klassischer Kunsterziehung und die Hinwendung zu einem Lernen durch Machen und durch bewusste Wahrnehmung waren bleibende Inspirationen. Auch Meyers Anspruch an Architektur als kollektive Leistung prägte Fischli. Durch gelegentlichen Kontakt mit Meyer während der Bauhauszeit wurde er vertraut mit einer Vorstellung von Architektur als gesellschaftlichem Akt, sowohl in der Konzeption als auch in der Ausführung eines Gebäudes. Die Idee der kleinen sozialen Zelle als Ausgangspunkt kreativer Leistung, die wiederum einen Beitrag an und für die Gesellschaft ergibt, prägten Fischlis Projekte.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Archives on Stage» referiert der Architekt Sebastian Holzhausen über das Architekturverständnis von Hans Fischli. Am Beispiel des Kinderdorfs Pestalozzi in Trogen zeigt er, wie Fischli die bei Albers erlernten Prinzipien anhand eines konkreten Projekts umsetzte. Hans Fischlis schriftlicher Nachlass, der sich seit 1984 im Schweizerischen Kunstarchiv von SIK-ISEA befindet, ist eine wichtige Quelle für ein umfassendes Verständnis von Umständen und Gegebenheiten des Planungs- und Bauprozesses dieses ungewöhnlichen Projekts.

Programm 2018/2019