Manifestazioni

[in tedesco] Interdisziplinäres Symposium

Schweizer Künstlerinnen und ihre Netzwerke zwischen 1850 und 1950


Wann: 5./6. November 2026
Wo: SIK-ISEA, Zollikerstrasse 32 (Nähe Kreuzplatz), CH-8032 Zürich

 

Um Anmeldung wird gebeten an sik@sik-isea.ch. Die Platzzahl ist beschränkt. Die Teilnahme ist kostenlos. An der Veranstaltung werden Fotos gemacht, die für die Kommunikation von SIK-ISEA genutzt werden.

 

Anlässlich des 75-Jahr-Jubiläums von SIK-ISEA widmet sich das Symposium einem Thema, das sowohl im Fokus verschiedener Arbeitsbereiche des Instituts liegt als auch seit einigen Jahren weit darüber hinaus in das Interesse von Forschung und Museen gerückt ist: weibliche Kunstschaffende in der Schweiz und ihre Netzwerke in den Jahrzehnten um 1900. Während nur wenige wie Sophie Taeuber-Arp oder Meret Oppenheim eine ungebrochene öffentliche Bekanntheit erlangten, wird das Werk zahlreicher Künstlerinnen, die damals ebenfalls erfolgreich tätig waren, nun wiederentdeckt und aufgearbeitet.

Der Kunstbetrieb in der zweiten Hälfte des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde nach wie vor stark von männlichen Protagonisten gesteuert, auf der Künstler- wie auch auf der Auftraggeber-, Händler- und Sammlerseite. Zudem gab es für Frauen bereits bei den Ausbildungsmöglichkeiten grosse Hürden. Neben der gesellschaftlichen und rechtlichen Benachteiligung erschwerten es ihnen die Umstände im Kunstbetrieb zusätzlich, den Weg zur Künstlerin einzuschlagen und noch mehr, sich als solche erfolgreich zu etablieren.


Schweizer Künstlerinnen und ihre Netzwerke zwischen 1850 und 1950

Mary Wigman, Sophie Taeuber-Arp und Berthe Trümpy, Arosa 1919, Fotograf:in unbekannt, Stiftung Arp e.V., Berlin / Rolandswerth


Trotz der Anstrengungen der letzten Jahre weist die Erforschung der Künstlerinnengeschichte für die Schweiz vor 1950 noch erhebliche Lücken auf. Die geplante Tagung beleuchtet verschiedene Themenkomplexe, wie die damaligen Ausbildungs- und Ausstellungsmöglichkeiten für Frauen, ihre Strategien, sich im Kunstbetrieb zu positionieren, ihr Selbstverständnis als Künstlerinnen, ihre Netzwerke und ihre Rezeption. Ziel des Symposiums ist es, anhand von monografischen und thematischen Beiträgen aus unterschiedlichen kultur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen neue Erkenntnisse zur wenig erforschten Berufswirklichkeit von Künstlerinnen in der Schweiz in den Dekaden um 1900 zu gewinnen.


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